Caple AUF900 Uživatelský manuál Strana 79

  • Stažení
  • Přidat do mých příruček
  • Tisk
  • Strana
    / 304
  • Tabulka s obsahem
  • KNIHY
  • Hodnocené. / 5. Na základě hodnocení zákazníků
Zobrazit stránku 78
ENSI Erfahrungs- und Forschungsbericht 2011
77
Im Januar 2012 in London werden Teilnehmer der
verschiedenen Arbeitspakete im Zusammenhang
mit dem WP1.1 spezifische Fragen für die verschie-
denen Arbeitsgruppen definieren. Die Fragen be-
treffen alle Arbeitsgruppen und werden im Laufe
des Jahres 2012 behandelt. Die Antworten werden
zu den Schlussfolgerungen des FORGE-EU-Projekts
beitragen. Die Fragen werden die folgenden As-
pekte beinhalten:
❚ Variabilität und Ungewissheit der Gasgenerati-
onsraten
❚ Mechanismen für den Gastransport
❚ Bedeutung der Zwischenräume an Materialgren-
zen für den Gastransport
❚ Übertragung von Laborergebnissen und Ergebnis-
sen von in-situ-URL-Experimenten auf grosstech-
nischen Massstab in einem geologischen Tiefen-
lager. Können experimentelle Ergebnisse für die
Sicherheitsanalyse erfolgreich umgesetzt werden?
❚ Wie können Prozesse im Zusammenhang mit
Gasbildung und -migration die Sicherheitsfunk-
tionen in einem Tiefenlager beeinträchtigen?
1.7.6 Klimamodellierung Würm-
Eiszeit
Auftragnehmer: Physikalisches Institut, Abteilung
Klima- und Umweltphysik, Universität Bern
ENSI-Projektbegleiter: Andreas Dehnert
Bericht der Forscher in Anhang A
Einleitung
Im Rahmen des Sachplans geologische Tiefenlager
spielen zukünftige Erosions-Szenarien eine wich-
tige Rolle für die Beurteilung der Langzeitsicher-
heit der Standortgebiete. Insbesondere für das Po-
tenzial linienhafter Tiefenerosion durch Gletscher
sind aus Sicht des ENSI weitere Untersuchungen
vorzusehen. Das Erosionspotenzial vorrückender
Gletscher hängt stark vom Ausmass zukünftiger
Vergletscherungen und damit vom Niederschlag in
den Alpen und in Mitteleuropa ab. Eine Abschät-
zung über das Ausmass zukünftiger Vorlandver-
gletscherungen ist daher stark von der Klimaent-
wicklung abhängig.
In der durch das ENSI in Auftrag gegebenen Studie
soll die letzte Eiszeit (Würm) betrachtet werden,
welche vor etwa 120 000 Jahren begann und vor
gut 10 000 Jahren endete. Ziel der Klimamodel-
lierung ist ein Vergleich zwischen der Frühphase
vor ca. 65 000 Jahren (Übergang vom Früh- zum
Mittelwürm) und der Hochphase der Würmeiszeit
vor ca. 21 000 Jahren (letztes glaziales Maximum
LGM), mit zwei unterschiedlichen Szenarien für die
Höhe der Eisschilde im beginnenden Mittelwürm.
Durch die Klimamodellierung werden Luftdruck-
verhältnisse, Sturmpfade und Niederschläge bei-
der Eiszeitphasen jeweils als Differenz zur Nacheis-
zeit dargestellt und untereinander verglichen. Als
Referenz für die Nacheiszeit wird eine relativ küh-
le Klimaperiode verwendet, die sich im Spätmittel-
alter bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts (1850
A.D.) erstreckte und als Kleine Eiszeit bezeichnet
wird. Ziel der Sensitivitätsstudie ist ein verbessertes
Verständnis der atmosphärischen Zirkulation im
Verlauf einer Eiszeit und deren Abhängigkeit von
der Eisschildgeometrie.
Projektziele des Berichtsjahres und
wichtige Ergebnisse
Die Modellrechnungen für beide Zeiträume wur-
den nach einer Erweiterung des ursprünglich pro-
jektierten Simulationsumfanges von drei auf sie-
ben Glazialsimulationen im Mai 2011 plangemäss
beendet. Die anschliessend durchgeführten glo-
balen Analysen der Daten haben gezeigt, dass die
atmosphärische Dynamik und damit die Nieder-
schlagsverteilung über dem Nordatlantik und Eu-
ropa von der Höhe des Laurentischen Eisschildes
(Nordamerika) massgebend beeinflusst wird: Je
höher das Laurentische Eisschild ist, desto mehr
verschieben sich die Zugbahnen aussertropischer
Stürme nach Süden (Abbildung 20). Hierdurch
erreicht auch weniger Feuchtigkeit den europä-
ischen Kontinent, speziell die Gebiete nördlich der
Alpen. Die Daten zeigen weiterhin, dass dieser Ef-
fekt besonders in den Wintermonaten zur Geltung
kommt, mit den entsprechenden Folgen auf das
Wachstum der europäischen Eischilde bzw. Glet-
scher. Der Einfluss der Erdbahnparameter auf die
Niederschlagsverteilung ist hingegen nur von un-
tergeordneter Rolle. Zuverlässige Aussagen für die
Schweiz lassen sich jedoch nur beschränkt aus der
Datenanalyse ableiten, da sich die beobachteten
Ereignisse für das Gebiet der Schweiz knapp inner-
halb der Modellunsicherheiten bewegen.
Anfang Dezember 2011 wurde ein umfassender
Artikelentwurf zur wissenschaftlichen Begutach-
tung an die Fachzeitschrift Climate of the Past
(www.clim-past.net) eingereicht.
Bedeutung des Projekts,
Beitrag zur nuklearen Sicherheit
Bei der geologischen Tiefenlagerung hochak-
tiver Abfälle mit einem Betrachtungszeitraum von
Zobrazit stránku 78
1 2 ... 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 ... 303 304

Komentáře k této Příručce

Žádné komentáře